Seiten
  • Fluid°
  • Team Fluid°
  • Fluid° Termine
  • Revisionen
  • Tauchschule
  • Blog
  • Fotos
  • Videos
  • Lieferanten & Partner
  • Impressum
Unsere Öffnungszeiten

Mo-Fr: 10:30 Uhr bis 19:30 Uhr
Sa: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Heiligabend und Silvester: 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr
Faschingsdienstag geschlossen.

Oder auch nach telefonischer Vereinbarung
fon: 089.23000272

info@fluid-muenchen.com

Kurioses Tauchwissen III – Ambergris

Oder: Was haben kotzende Wale mit Johnny Depp gemeinsam?

So hatte ich es im letzten Artikel vom kuriosen Tauchwissen versprochen! Na klar, etwas reißerisch klingt es ja schon. Aber die Bild – Zeitung  macht es vor. Lehmann macht eine „Irre Pipi Pause“ und „wir sind Pabst“ . Da darf auch ich das auch mal. Zudem: es gibt da wirklich einen Zusammenhang.

Johnny Depp ist ja unser Lieblings Pirat. Der sagt  im Fluch er Karibik : “ Nicht jeder Schatz besteht aus Silber und Gold…“ Und darum geht es. Nicht um Silber, nicht um Gold, sondern um Ambergris. Genauer um grauen Amber.

Darüber gestolpert bin ich im Blog von Fish Feet unter der Schlagzeile, dass ein australisches Paar „floating gold“ findet. Dieses schwimmende Gold, das Ambergris, findet man demnach am Strand in großen Brocken. Dieses Pärchen hatte besonders Glück, es fand gleich 32 Pfund – ein Marktwert von über einer Millionen US Dollar.

Wow! Tolles Zeug! Und wo genau bekomm ich das nun her? Tjaa, und schon sind wir auch schon bei der Walkotze. Abergris, Ambre Gris, oder auf Deutsch grauer Amber, ist nämlich nichts anderes als erbrochenes von Pottwalen.

Diese Tierchen fressen unheimlich gerne Tintenfische. Da die sehr scharfkantige Schnäbel aus Horn haben, welche nur schwer zu verdauen sind, wird der Verdauungstrakt der Pottwale vom Ambergris geschützt. Es handelt sich hierbei um eine graue, wachsartige Substanz. Über die genauere Entstehung weiß noch nicht einmal Wikipedia bescheid.

Pottwale leiden chronisch unter Darmkrämpfen. Treiben sie an der Oberfläche, kann man wohl über größere Distanzen ihre Mägen rumpeln hören.

Wird diese Substanz nun erbrochen, hat der graue Amber zunächst eine schwärzliche Farbe, eine gelartige Konsistenz und riecht eher ekelerregend (man stelle sich Walkotze mit Tintenfischresten vor…). Treibt das ganze aber im Salzwasser und ist der Sonne ausgesetzt, verändert sich die Farbe und der „Duft“ wird als : warm, cremig, holzig, trocken, balsamisch, animalisch, leicht tabakartig und aphrodisierend beschrieben.

Das ist nun auch wofür das ganz verwendet wird: die Parfümindustrie. Der Duft Jil von Jil Sander beinhaltet z.B. Ambergris. Kennt man die Herkunft des Duftstoffes, da klingen Werbeslogans wie: „…feinen Fusion edler Noten ein absolut optimales Bild von zeitgemäßer Sinnlichkeit und Reinheit“ doch etwas eigenartig.

Natürlich findet das Sekret des Pottwales auch in der Homöopathie Anwendung. Da hilft es z.B. gegen stark blutendes Zahnfleisch und gegen “aufgetriebenen Bauchraum nach Mitternacht“…. Aber wenn es schon Walen hilft, wieso eigentlich nicht?!

In diesem Sinne hier noch ein Zitat aus Herman Melvilles Moby Dick:

„Wer würde wohl denken, dass die feinsten Damen und Herren sich an einem Wohlgeruch laben, den man aus den ruhmlosen Gedärmen eines kranken Pottwals holt!…. Ich behaupte: wenn der Pottwal seine Schwanzflosse hochschleudert, verströmt er ebenso viel Wohlgeruch wie eine moschusparfümierte Dame, die in einem warmen Salon ihre Röcke rascheln lässt.“

Kommentieren

unsere nächsten Termine

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen