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Archiv für März 2010

The Underwater Freak-Show

Ich habe beim Tauchen schon einige seltsame Lebewesen getroffen, die ich nicht alle als schön oder besonders beachtenswert empfunden habe.  Allerdings verbergen sich gerade hinter den unauffälligen oder hässlichen Tieren echt interessante Charaktere.

Da ich leider selten  beim Tauchen in unseren Gewässern eine Kamera dabei habe ,  fange  ich heute mit einem wirklich freakigen Lebewesen aus dem Südpolarmeer an, dass es meiner Meinung nach auch verdient hat, in der nördlichen Hemisphäre etwas mehr Aufmerksamkeit  zu bekommen :

dem Antarctic nemertine wormParborlasia corrugatus, oder wie unser Guide Jamie ihn nannte, dem Condome Worm.

Diese Species  können  bis zu 2m lang werden. Wenn sie ruhig auf dem Grund liegen, in ihren Schlingen und Knoten, können Hobbybiologen wie ich sie schnell mal mit einem hässlichen Seestern verwechseln, was einem dann beim Debriefing das ein oder andere mitleidige Lächeln der anderen Taucher einbringt.

Er hier, ist ein Killer. Er ist  zu 100 %  ein  großer Verdauungsapparat. Er gibt sich gar nicht erst mit so banalen Dingen wie Atmungsorganen ab, sondern er versteht sich wirklich nur als Fressmaschine. (Sauerstoff absorbiert er übrigens direkt  über seine Haut.)  Er kann durch einen großen Rüssel Tiere bis zu seiner eigenen Körpergröße fressen. Dazu kommt, dass sich in diesem Rüssel auch noch eine stachelige und extrem säurehaltige Harpune verbirgt. Gegen Feinde und zur Jagd  ist er dadurch echt gut gerüstet. Er schnappt sich Seesterne, Quallen, Fische und auch gerne mal größere (allerdings tote) Säugetiere. Übergriffe auf Taucher sind bis dato nicht bekannt. (kleiner Scherz am Rande)

Die Haut ist überzogen mit einem ekeligen, milchigen Schleim – und daher ist Jamies Vergleich mit dem Condome echt nachvollziehbar. ( Eigentlich ist es mir unbegreiflich, wie ich das Ding für einen Seestern halten konnte.)

Es ist übrigens besonders gruselig anzuschauen, wenn sie in Massen zur Jagd auf dem Meeresgrund ausschwärmen. Für mehr  Infos folgt dem Link zu Peter Brueggemann oder schaut Euch die Freak – Show bei BBC  an.

http://news.bbc.co.uk/earth/hi/earth_news/newsid_8378000/8378512.stm

http://peterbrueggeman.com/nsf/fguide/nemertina.pdf

Wenn ihr die ein oder andere gruselige Begegnung Unterwasser hab, schickt uns ein Foto……. Und denkt immer dran:

„Ein Mistkäfer ist in den Augen seiner Mutter eine Schönheit.“ – Aus Ägypten

Quellen: Peter Brueggeman, Wikipedia, slush

Kurioses Tauchwissen I – Die Aufstiegsgeschwindigkeit

Oder: Wie ein Kran die Tauchwelt beeinflusst

In unserer Serie Kurioses Tauchwissen werden wir allerlei interessanten Fragestellungen  unserer nassen Freizeitbeschäftigung nachgehen. Hierbei wird man immer wieder auf beeindruckende und kuriose Eigenschaften stoßen, die man nicht in jedem Tauchkurs lernt. Wir hoffen Ihr habt genau soviel Spaß mit den Artikeln wie wir.

Jeder Taucher ist diesem Begriff schon einmal begegnete: Aufstiegsgeschwindigkeit. Egal ob Tauchanfänger oder schon weit Fortgeschrittener, bei allen handelt es sich um eine wichtige Grundkenntnis. Steigt man zu schnell auf, so kann es unter Umständen zu gefährlichen Tauchunfällen kommen.

Deshalb wird schon dem Open Water Diver beigebracht, dass er nicht zu schnell auftauchen soll. Hierbei handelt es sich um maximal 10 m/min, auf keinen Fall schneller als die eigentlichen Luftblasen und mit abnehmender Tiefe immer langsamer.

Hat man seinen Tauchschein vor nicht allzulanger Zeit gemacht, so wurde einem noch eine Geschwindigkeit von 18m/min beigebracht. Woher kommen diese Ungereimtheiten, bzw wer entscheidet was unterrichtet wird?

Auch hier handelt es sich – wie bei allen Dekompressions-betreffenden Lehrmeinungen, um ein wildes Mischmasch aus knallharter Physik, medizinischem Fachwissen und Versuchen an den armen Navy-Tauchern. Und genau von diesen kommt unsere Aufstiegsgeschwindigkeit.

Als um 1915 die ersten Tests an Navy-Tauchern auf Hawaii durchgeführt wurden, trugen die noch bleibeschwerte Tauchanzüge. Der Kran, der die Probanden ins Wasser beförderte, hatte eine Maximalgeschwindigkeit – ihr ahnt es – von 60 Fuß ( 18 m) die Minute.

Erst die Entdeckung der Mikroblasen durch Pyle (auch recht kurios) und darauf folgende Untersuchungen, änderten langsam die Schulungsrichtlinien und das damit verbundene Tauchverhalten.

In unserem zweiten Teil werden wir Euch zeigen was Taucher, Ziegen und Damenmode gemeinsam haben.

Quellen :

Klingmann, Tetzlaff: Moderne Tauchmedizin. Genter Verlag, 2009

Naval History & Heritage Command

Zurück aus der Kälte

Anfang Februar waren wir mit der Professor Molchanow in der Antarktis unterwegs, ein kleiner russischer Eisbrecher –  46 Gäste , 12 Taucher.

An der Drake Passage kommt man leider nicht vorbei.   2 Tage hin, 2 Tage retour  (Ein Dank gilt Markus für die bestellten Beaufort  11)  und trotz aller Strapazen, bereut haben wir es wirklich keine Sekunde.

6 Tage Sonne, wunderschöne Eisberge, jede Menge Wale, Pinguine, Seals und Seeleoparden. Wir haben das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen. Unsere schönsten Fotos findet Ihr auf der Bilderseite.

Tauchen dort unten ist fantastisch. Die unglaubliche Artenvielfalt, tolle Eissteilwände und warme   -1°Wassertemperatur haben uns fast die Strapazen des „ins Zoodiak wieder Hineinkommens“ vergessen lassen.

Unser Fazit:

  • Seeleoparden knabbern  gerne mal am Kameragehäuse rum, aber dafür beißen Orcas nicht in pinkfarbene Flossen.
  • Wenn man einen Wal ins Boot schiebt, sollte man die Maske nicht auf der Stirn tragen. (Fragt besser nicht nach).
  • Die Funktionsfähigkeit von Fingern wird im Allgemeinen deutlich überbewertet.

Jetzt aber mal Spaß bei Seite.

Das Tauchen dort unten ist sehr anspruchsvoll. Zu der extremen Kälte, kommen teilweise starke Strömungen, schlechte Sichtweiten (Plankton) und die Erkenntnis, dass sich die nächste Druckkammer doch nicht in unmittelbarer Nähe befindet. Kaltwassererfahrung, ein sicherer und routinierter Umgang mit dem Trocki und kaltwassertaugliches Equipment werden hier vorausgesetzt.

Jetzt die gute Nachricht für Euch: wir haben quasi die besten Trainingsmöglichkeiten direkt vor der Haustür und Ihr sprecht ja fast mit Eismeerprofis ;-). Also wenn Ihr Euch motiviert bekommt, oder vielleicht selbst einmal das Tauchen in den Polarmeeren ausprobieren wollt, dann schaut bei uns vorbei. Wir machen Euch fit.

Mit Waterproof Expeditions haben wir jetzt auch den richtigen Partner für ausgefallene Reisen gefunden. Die neuen Termine findet Ihr auf unserer Reiseseite.

Und wenn Ihr uns jetzt fragt, ob wir es noch einmal tun würden? 🙂

Paradise Harbor Antarktis

unsere nächsten Termine

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