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Die Tauchversicherung

Selten benötigt, im Notfall unverzichtbar: Die Tauchversicherung ist ein Gebiet des Tauchsports welchem häufig viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Tauchen erfreut sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Die Zahl der Sporttaucher nimmt stetig zu. Nie war es so einfach eine Tauchausbildung zu machen. Nie konnte man so einfach auch an den entlegensten Winkel der Welt reisen.

Durch große Tauchverbände wie z.B. Padi oder SSI, ist das Tauchen zum Massensport geworden.  Im hohen Alter kann man sich noch den Traum von dem Einstieg in Cousteaus schweigende Welt verschaffen. Scooter kosten mittlerweile kein Vermögen mehr, und so können auch Kinder sich wie James Bond durchs Wasser ziehen lassen.

Hat man sich seinen Traum vom Tauchkurs erfüllt, wird schon eifrig überlegt welchen schönen Tauchurlaub man als nächstes bucht, oder welche Tauchausrüstung man als nächstes kauft.

Ist Tauchen sicher?

Leider wird bei all dem Eifer häufig ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt hinten angestellt:  Die eigene Sicherheit.

Statistisch gesehen ist das Tauchen ein sehr sicherer Sport. Das Divers Alert Network lieferte in einem Bericht im Jahre 2008, eine Zahl von zwei behandlungspflichtigen Dekompressionsunfällen pro 10 000 Tauchgängen. Die Häufigkeit schwankt seit dem Jahr 1995  um Werte von  0,05 % [1]. Taucht man sogar innerhalb der Grenzen des Sporttauchens und hält man sich hierbei an alle Vorschriften und Regeln, wird das Unfallrisiko nur noch mit dem verschwindend geringen Wert von 0,0025 % angegeben[2].   Das Buch „Moderne Tauchmedizin“ von Klingmann und Tetzlaff gibt an, dass ungefähr alle 2500 Tauchgänge zu einem Dekompressionsunfall kommt. Einer von 40000 Tauchgängen verläuft tödlich[3].

Natürlich hängen diese Werte stark von der Personengruppe und den Tauchbedingungen ab. Laut DAN sind 95 % aller Tauchunfälle ausschließlich auf menschliches Versagen zurückzuführen: Selbstüberschätzung[2]. Viele kleinere Dekompressionsunfälle werden auch gar nicht erkannt. Dementsprechend ist die Dunkelziffer  in diesem Bereich auch relativ hoch.

Schaut man sich die Statistik an, erahnt man schnell wieso der Vergleich aufgestellt wird, dass Tauchen sicherer als Bowling sei. Statistiken sind nur Zahlenwerte und geben lediglich eine mathematisch nüchterne Bilanz wieder. Die Folgen bei Tauchunfällen können um einiges schwerwiegender werden als bei vielen Landsportarten. Mir zumindest ist glücklicherweise niemand bekannt, der beim Bowling ertrunken ist.

Tauchen ist ein sehr sicherer Sport! Allerdings sollte man sich trotzdem nicht der Verantwortung entziehen und sich mit den Gedanken eines eventuellen Tauchunfalles auseinandersetzen.

Und nun ?

Wichtig ist eine gute medizinische Untersuchung des eigenen Körpers. Bei der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin gibt es eine Liste aller hyperbaren Mediziner, sowie Vordrucke einer Untersuchungscheckliste für Hausärzte.

Übung macht den Meister… Und Mache nur das was du auch willst:  Je Sicherer man sich Unterwasser fühlt, desto geringer ist der Stressfaktor. Weiß man wie man auf eventuelle Probleme reagiert, ist eine panikartige Reaktion unwahrscheinlicher.

Eine sichere, gut gepflegte und vertraute Ausrüstung verschafft Sicherheit.

Sollten alle Stricke reißen: Die Vorsorge einer guten Medizinischen Betreuung bietet z.B. eine Tauchversicherung.

Brauche ich eine Tauchversicherung ?

Ein Thema, was mit dem Gesichtspunkt eines Tauchunfalls einhergeht ist die Versicherung fürs Tauchen.

Eine Tauchversicherung ist – ähnlich wie die Signalmittel – etwas was jeder Taucher hofft nie brauchen zu müssen. Kommt man allerdings in die Situation eines Tauchunfalls können schnell sehr hohe Kosten auf einen zukommen.

Was viele Taucher nicht wissen: Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nicht die Kosten einer Druckkammerbehandlung. Im Jahr 2001 führte ein richterlicher Beschluss dazu, dass gesetzliche Kassen Tauchunfallbehandlungen nicht mehr übernehmen dürfen[3]. Bei den Privaten- und klassischen Auslandskrankenversicherungen sieht es selten besser aus. Hier sollte man sich selbst im Einzelfall bei der jeweiligen Versicherung erkundigen.

Kommt es zu mehreren Druckkammerfahrten kann der Betrag schnell im fünfstelligen Bereich liegen, ganz abgesehen von den Kosten des Rücktransports und Kosten durch eventuellen Spätschäden. Rund 30 % aller Druckkammern im Ausland sind privat von Hotelanlagen oder Tauchbasen geführt. Da Versicherungen oft nur Arzt- oder Krankenhausrechnungen anerkennen, kann es hier auch zu Zahlungskomplikationen kommen[3]. In einigen Ländern kann es  durchaus passieren, dass man ohne Vorausbezahlung oder Nachweis einer Tauchversicherung nicht direkt in die Druckkammer gelassen wird. Aber selbst falls es gar nicht zu solchen drastischen Maßnahmen kommen sollte, ist oft nicht klar ob die eigene Versicherung die anfallenden Kosten eines Nofalleinsatzes im Ausland zu 100 Prozent deckt.

Eine Tauchversicherung schafft hier Klarheit.

Was bietet die Tauchversicherung?

Fühlt man sich unwohl und möchte gerne den Rat eines Fachmanns, so bieten viele Tauchversicherungen mittlerweile eine Hotline an, bei der man rund um die Uhr anrufen kann. Da die Tauchversicherer gleichzeitig auch Auslandskrankenversicherungen anbieten, kann man hier allerlei Informationen bekommen. Sei es die ganz gewöhnliche Reise Diarrhö, oder eine spezielle Frage zu eventuellen Tauchunfällen.

Viele der klassischen Tauchreiseziele sind mittlerweile auch von der medizinischen Seite auf Taucher eingestellt. In exotischeren Zielen kann das schon schwieriger werden. So bieten Tauchversicherungen eine Notfall –  Hotline an. Die Assistance der Versicherung hilft bei der Kostenübernahme bei anfallenden Behandlungen und organisiert die notwendige Maßnahmen zusammen mit den Einsatzleitern vor Ort.  Auch der Rücktransport ins Heimatland wird ebenfalls organisiert. Selbst in Deutschland sind die zunächst eintreffenden Einsatzkräfte nicht zwangsweise für die richtige Behandlung bei einem Tauchunfall ausgebildet. Die Zusammenarbeit mit einem Fachmann, kann gerade in den ersten Minuten nach dem Unfall einen wichtigen Impuls für einen positiven Krankheitsverlaufes bilden. Hat man bei der Tauchversicherungerung seine Physiologischen und Notfalldaten hinterlegt, kann auch so im Notfall wichtige Zeit gesichert werden.

Ein weiterer Vorteil ist, dass einige Tauchversicherungen auch Fortbildungen anbieten. Diese reichen von der normalen Ersten Hilfe und dem Verabreichen von Sauerstoff, bis hin zur Instructor Ebene.

Vergleich Tauchversicherer

In diesem Zusammenhang möchte ich in den folgenden Wochen, die für den Deutschen Taucher drei interessantesten Tauchversicherer Vorstellen. Hierbei handelt es sich um das Divers Alert Network – DAN, den deutschen Tauchversicherer Aqua-Med und die Tauchsport – Versicherung des VDST.

Welche der Tauchversicherer für einen Persönlich am interessantesten sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Auch ob man überhaupt eine Tauchversicherung für notwendig hält, ist die persönliche Entscheidung. Meiner Meinung nach sollte jedem die eigene Sicherheit, die anfallenden 45 bis 200 Euro pro Jahr Wert sein.

Man kann schon bei der Wahl des Tauchbuddys und der richtigen Tauchbasis einige Probleme im Vorfeld beseitigen. Auch kann man durch eine richtige Ausbildung, wie z.B. dem Rescue Diver, wichtige Lebenserhaltende Maßnahmen einüben und die Notfallversorgung erheblich verbessern. Am Ende einer potentiellen Rettungskette steht allerdings immer der Fachmediziner und auf den jeweiligen Unfall zugeschneiderte Behandlungsmaßnamen.

Einzelnachweis

[1] DAN. Annual Diving Report – 2008 Edition, Divers Alert Network,www.diversalertnetwork.org

[2] Nullzeit , Sex und Tiefenrauch; Ochsenbauer, Schremser; Kosmos

[3] Moderne Tauchmedizin; Klingmann et al.; Genter Verlag

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