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Tauchflaschen TÜV

Die Tauchflasche ist ein leicht stiefmütterlich behandelter Ausrüstungsgegenstand. Im Urlaub quasi zur Basic – Leihausrüstung gehörend, verzichten die meisten Taucher komplett auf eine eigene Pressluftflasche. Taucht man allerdings auch häufig in den heimischen Gewässern, macht die Überlegung eine eigene Tauchflasche anzuschaffen durchaus Sinn.  Hierbei sollte allerdings zur eigenen Sicherheit darauf geachtet werden, dass regelmäßige Prüfintervalle eingehalten werden müssen.

Wieso Tauchflaschen TÜV?

Es ist vom Gesetzgeber seit 2003 festgelegt, dass bei Tauchflaschen in gewissen Intervallen eine „Wiederkehrende Prüfung“ nach § 15, (7) der Deutschen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) vorgenommen wird –  der sogenannte Flaschen TÜV. Dementsprechend wurde die Druckbehälterverornung außer Kraft gesetzt. Eine Unterscheidung der verschiedenen Werkstoffe findet nicht statt. Die Intervalle für den TÜV von Tauchgeräten bestehen wie Folgt1,2:

  • Festigkeitsprüfung alle fünf Jahre
  • Äußere Prüfung, innere Prüfung und Gewichtsprüfung alle zweieinhalb Jahre

Natürlich muss die Überprüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle erfolgen. Bei nicht einhalten der TÜV Intervalle, haftet der Hersteller bei Ausfällen bzw. Versagen nicht. Es können auch Probleme seitens des Versicherungsschutzes auftreten.

Dies ist aber nur die eine Seite. Aus reiner Vernunft sollte jeder Besitzer einer Tauchflasche diese Intervalle einhalten. Wie auch bei der Atemreglerrevision kann eine von außen völlig intakte Pressluftflasche beim Öffnen und näherem Betrachten von innen viele Überraschungen beinhalten.

  • So kann zum einen Wasser in die Tauchflasche gelangen. Dies kann durch schlecht gefilterte Luft aus dem Kompressor passieren. Aber auch ein vollständiges Leeratmen, sowie die Lagerung bei offenem Ventil können Feuchtigkeit anziehen. Beides hätte ein innerliches Rosten der Druckflasche zur Folge. Es kann auch vorkommen, dass sich Schimmelpilze bilden (siehe Video).
  • Ein weiteres Problem können Ölablagerungen in der Flasche sein. Dies ist ebenso auf eine unsachgemäße Wartung der Füllanlage zurückzuführen.

Beide Ursachen können natürlich durchs einatmen ernsthafte gesundheitliche Probleme verursachen. Aber auch eine Instabile Tauchflasche kann beim Zerreißen verheerende Folgen haben (siehe Video). Dementsprechend ist eine Einhaltung dieser TÜV – Intervalle dringlichst zu empfehlen.

Woran erkenne ich wann ich meine Tauchflasche prüfen muss?

Auf den Pressluftflaschen ist neben dem letzten Prüfdatum auch das Datum für die Wiederkehrende TÜV Prüfung, sowie die kommende Prüfungsart festgelegt.

  • 03.03(Stempel)09.05 I

würde für eine vorausgegangene Prüfung durch den TÜV im März 2003 stehen. Die Folgende wäre dementsprechend im September 2005. Der Buchstabe I steht für Innere Prüfung der Tauchflasche, ein F stände für eine Festigkeitsprüfung1.

Wie sieht Prüfung  von Tauchflaschen beim TÜV aus?

Zunächst ist hierbei darauf zu verweisen, dass eine Überprüfung durch den TÜV nicht notwendigerweise eine Reinigung beinhaltet. Es sollte aber selbstverständlich sein, dass man informiert wird sobald eine Reinigung notwendig wäre.

  • Die Innen – und Außensichtprüfungen der Tauchflaschen erfolgen rein optisch.
  • Bei der Gewichtsprüfung geht es darum eine eventuelle Wandstärkenabnahme der Druckflasche festzustellen. Hat eine Tauchflasche um 1,5 % ihres Gesamtgewichtes verloren, so muss sie einer inneren Prüfung unterzogen werden durch z.B. Ultraschall. Ab 3% ist die Flasche untauglich.
  • Die Festigkeitsprüfung ist da schon etwas aufwändiger. So werden die Tauchflaschen mit Wasser befüllt und müssen dem Testdruck von 300 bar für mindestens 30 Sekunden standhalten. Werden bei diesem Hydrostatischen Test Mängel wie z.B. Risse festgestellt, so ist die Pressluftflaschen natürlich nicht mehr für den weiteren Gebrauch zugelassen3.

Wie kann man Mängel vorbeugen?

  • Immer Restdruck in der Flasche lassen, so kann keine Feuchtigkeit und Schmutz eindringen. Dementsprechend ist es auch wichtig immer das Ventil bei Nichtgebrauch geschlossen zu halten.
  • Die Füllanlagen bei denen die Flaschen gefüllt werden näher unter die Lupe nehmen. Ist der Kompressor zugelassen und macht er einen regelmäßig gewarteten Eindruck?
  • Standfüße Für die Tauchflaschen sollten keine Feuchtigkeit sammeln, um ein Rosten von außen zu vermeiden

Tipps für Taucher ohne eigene Pressluftflasche

Im Grunde genommen gilt hier dasselbe wie oben.

  • Man sollte sich die Leihflaschen auch etwas näher anschauen. Perlt bei Tauchen mit der Flasche leicht Luft ab (schon gesehen), sollte man auf jeden Fall den Diveguide informieren.
  • Rasselt die Tauchflasche vor dem Gebrauch ist das ein eindeutiges Zeichen von starkem Rostbefall , sowie eines abgebrochenen Steigrohres des Ventils.

Einzelnachweis:

[1] TÜV SÜD

[2] BetrSichV

[3] www.scuba-sicherheitstechnik.de

1 Kommentar zu „Tauchflaschen TÜV“

  • Björn M.:

    Hai,

    informativer Artikel.
    Ein Top am Rande, wenn ich was rasseln höre ü.Ä. ist es ja bereits schon sehr spät.

    Früh erkennt man einen Rostbefall oder Aluminiumoxid mit der Taschentuch Methode.
    Ich drehe die Flasche leicht auf und halte ein Taschentuch davor.
    Bei jeglicher Art von Verfärbung lasse ich die Finger weg.
    Meistens sieht man aber schon im Ventil wenn die Flasche einen Rostbefall hat oder hatte.

    Muss allerdings dazu sagen ich bin sehr penibel was meine Ausrüstung angeht.
    Ich nehme auch meine Automaten auseinander wenn ich von einem fremden Kompressor im Urlaub fülle.

    Viele Grüße
    Björn

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