Tauchen in Französisch Polynesien – Rangiroa und Fakarava
Tauchen im Tuamotu Atoll
Der Tuamotu – Archipel
gehört zu Französisch –Polynesien und gilt als die weltgrößte Ansammlung von Korallenatollen. Zwei Atolle, Rangiroa und Fakarava, gehören für viele zu den schönsten Tauchgebieten der Welt.
Sensationelle Sichtweiten, sehr viele Haie (sehr nah) und warmes Wasser haben auch uns neugierig gemacht.
Nach zwei Jahren im Eismeer war es Zeit für etwas Anderes…… Nach gut 28 Stunden Flug und einer Nacht in Tahiti, kommt man von München über Paris, Los Angeles und Papeete an sein Ziel.
20 Tage Sonne, tiefblaues Wasser, unglaublich große Fischschwärme, Delphine, Mantas, Adlerrochen und Haie….. Es war sehr, sehr schön und es hat sich unbedingt gelohnt.
Rangiroa
Tauchen in Rangiroa ist unglaublich. Man taucht eigentlich nur am Tiputa und am Avatoru Pass. Gezeitenabhängig geht es dann raus, rein oder seitwärts übers Plateau. Sichtweiten v
on 80m und mehr lassen einen fast vergessen, dass man Unterwasser ist. Graue Riffhaie, Hammerhaie, Silberspitzen…..sie sind alle da – immer.
Mit Glück sieht man die großen Tümmler, die sich gerne vor den Tauchern senkrecht aufstellen und in den Luftblasen spielen wollen. Schildkröten, Adlerrochen und Mantas werden hier leider leicht zur Nebensache.
Alle Tauchgänge werden mit dem Zoodiak gemacht. Die Anfahrt zum Tauchplatz ist kurz und manchmal recht wellig. Viele Tauchgänge sind Dekotauchgänge und aufgrund der starken Strömungen und der erreichten Tauchtiefen definitiv nichts für Anfänger.
Fakarava
Tauchen in Fakarava ist spektakulär. Im Norden taucht man am Garurae Pass. Auch hier geht es wie in Rangiroa wieder raus, rein und rüber….. allerdings noch ein bißchen schneller. Der Abstieg erfolgt in starker Strömung im Blauwasser und ab und an muß man sich auch mal gegen die Strömung übers Riffplateau arbeiten. Im Pass trifft man auf Drückerfische, Barsche, Barrakudas, Rochen und viele verschiedene Haiarten. Die Sichtweiten liegen auch hier noch gut bei 50m und mehr.
Hier wird wieder vom Zoodiak getaucht. Die manchmal raue Fahrt zum Pass dauert je nach Wellengang bis zu 35 Minuten. Auch hier macht man oft Dekotauchgänge.
Gut zwei Stunden Fahrt mit dem Boot nach Süden und man kommt dann zum ultimativen Tauchspot für alle Haifreunde. Am Tumakohua Pass (Tetamanu South) kann man den Jungs dann nicht mehr entgehen. Wir waren 7 Tage vor Ort und wollten immer nur den einen Tauchgang machen.
Es ist so unglaublich schön. Das Tauchboot fährt einen raus aufs Plateau. Die Strömung zieht einen dann durch die Passage über das Hausriff zur Tauchbasis. Mal schnell, mal sehr schnell, mal richtig schnell…. Aber immer mit mehr Haien, als man zählen kann.
Unser Fazit nach 3 wunderschönen Wochen:
- Ratten sind nachts dunkler als draußen
- Gegrilltes Aquarium ist nicht schön und schon gar nicht lecker
- Europäischer Mückenschutz ist sein Geld nicht wert
Nein, mal im Ernst. Wer zum Tauchen ins Tuamotu Archipel fliegt, sollte sich auf starke Strömungen, tiefe Tauchgänge und damit verbundene Dekozeiten einstellen. Bunte Weichekorallen sucht man vergeblich und wer kein französisch spricht, darf von seinem briefing nicht viel mehr erwarten als: „follow me please and show me your deco“.
Die Unterkünfte sind einfach und meistens mit Familienanschluß. Wer keinen Fisch mag…….. der fastet, und wer mehr als 25kg Gepäck mit Air Tahihi befördern will, der zahlt.
Für diese Tauchgänge allerdings, würden wir das jederzeit wieder auf uns nehmen. Wir haben nicht oft auf der Welt eine so saubere und intakte Unterwasserwelt gesehen und wir freuen uns sehr, dass es doch noch so viele Haie gibt.
Die UNESCO hat dieses Gebiet als schützenswerte Biosphäre eingestuft.
Ein paar mehr Fotos findet Ihr demnächst auf unserer Fotoseite, ein kleines Video haben wir Euch jetzt schon mitgebracht, und für Fragen und schlaue Ratschläge stehen wir Euch jederzeit im Fluid zur Verfügung.
Schöne Woche…… Boris und Maike

