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Tauchen auf Cocos Keeling – Australien

Cocos Keeling, auch  Kokosinseln, ist eine kleine Inselgruppe im indischen Ozean. Sie gehört zu Australien und ist ein absolutes Paradies für  Taucher, Surfer, Angler und Träumer. Ich bin verliebt.

Wie es alle Paradiese so an sich haben, ist die Anreise eine kleine Weltreise. Erst geht’s nach Perth,  Westaustralien. Da die Kokosinseln nur dreimal in der Woche von Virigin Australia angeflogen werden und das auch noch zu einer unchristlich frühen Stunde, ist so ein kleiner Stopp in Perth unumgänglich, aber auch echt erholsam.

Morgens um 5 gehts weiter. Trinkt auf jeden Fall einen Kaffee vorm Check In, denn das entspannt und ab hier braucht`s jetzt Zeit. Man steht mit seinem kleinen Tauchgepäck zwischen Surfbrettern, Angelausrüstungen, Lebensmittelkisten, Fahrrädern….. und versucht  krampfhaft die Illusion des „leichten Handgepäcks“ auf dem Rücken, in der Warteschlange aufrechtzuerhalten. Jeder hat  20 kg Freigepäck und  ich glaub, wirklich jeder von uns, hat gut das Doppelte dabei. Da Zahlen uncool ist, aber auch alles mit muß, diskutiert man das dann in aller Seelenruhe am Schalter aus. Virgin ist allerdings ein zäher Verhandlungspartner….

Wie auch immer, irgendwann sitzt man glücklich im Flieger und die Reise geht über Port Headland, auf die Christmas Islands und dann weiter nach Cocos Keeling. In gut 5 Stunden ist man da und wer das Glück hat, auf der linken Seite im Flieger zusitzen, bekommt  einen spektakulären Blick im Anflug auf die Inselgruppe.

Es ist ein bißchen wie eine Mischung aus Französisch Polynesien und den Malediven. Der Strand liegt direkt vor der Tür und die Sonnenuntergänge sind atemberaubend.

Cocos Keeling ist familiär. Es gibt keine großen Hotels. Viele Unterkünfte liegen gleich gegenüber vom Flughafen. Es gibt einen Supermarkt, ein Restaurant, einen Pub, ein Frühstückslokal und die Tauchbasis „Cocos Dive“. Mehr braucht man auch nicht; oder: mehr brauchten wir nicht.


Wir wollten ja auch nur tauchen. Wir haben von Deutschland aus vorgebucht und das war auch echt sinnvoll. Cocos Dive ist oft ausgebucht und für spontane Taucher ist meist nur noch ein kleines Zeitfenster vorhanden. Und glaubt mir, jeder Tag am Strand ist verschwendet, wenn ihr erstmal tauchen gewesen seid.

Sensationelle Sichtweiten, Großfische, Steilwände, Korallengärten und vor allem, keine Tauchzeitbegrenzung. Boris und ich sind echt verwöhnt, aber hier haben wir das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht bekommen.

Man macht hier Tagesausflüge. Dieter (der Chef) holt morgens seine Taucher ab. Man ist den ganzen Tag unterwegs und mittags gibt es ein leckeres Picknick an einem schönen Strand. Unser Boot war nicht groß, aber gemütlich und sicher. Wir waren nur zu viert. Dieter legt Wert auf kleine Gruppen und ihm ist wichtig, dass alle Taucher ihren Spaß haben. 40 m ist die Maximaltiefe und die Tauchzeitbegrenzung ergibt sich aus dem Luftverbrauch. Getaucht wird mit Stahlflaschen. Die Breafings sind super und unseren Check nimmt Dieter sehr ernst.

Und dann, dann schnallte er sein „shark shield“ um. Wir waren etwas irritiert. Dieter: „Es gibt hier viele Haie und es gibt hier große Haie. Tigerhaie kommen vor  und sie sind sehr neugierig. Ihr dürft Euch nicht wie Beute verhalten. Nicht rumzappeln, Herzfrequenz niedrig halten und nie vergessen, ihr seid die Jäger“.

Und dann haben wir viele Haie gesehen und sie waren schon ein bisschen offensiver unterwegs, als alles was wir bislang so erlebt haben. Faszinierend. Einmal sind wir unfreiwillig in das große Fressen von ein paar grauen Riffhaien geraten. Wir haben versucht, uns an die Sache mit der Herzfrequenz zu erinnern. 🙂

Unseren „shark shield – moment“  mit dem Tiger hatten wir dann aber leider nicht.

Dafür Mantas, große Tunas, ein Dugong, unterschiedlichste Haie und eigentlich alles was das Taucherherz begehrt. Die Unterwasserwelt ist noch intakt. Die Kokosinseln liegen weit weg von allen Schifffahrtslinien. Es lohnt sich für Makrofotografen und Steilwandjunkies. Es gibt sogar einige Wracks. Die SMS Emden wurde 1915 dort versenkt und darf sogar betaucht werden.

Good to know:

  • Wer Partys auf den Kokosinseln sucht, wird nicht viel finden.
  • Es gibt hier den einzigen Golfplatz der Welt (9 Löcher), der quer über einer Start-und Landebahn auf dem Flughafen liegt.
  • Die Lebenshaltungskosten und Bierpreise sind hoch.
  • Es gibt keine Hotels, aber sehr schöne kleine Apartments (z.B. Cocos Castaway) Das einzige Motel, sollte man nur im äußersten Notfall buchen; ich glaube, die Dreharbeiten für Hitchcocks Psycho fanden da statt.
  • Für Taucher ist es nicht einfach sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Die Öffnungszeiten des Supermarktes passen nicht zu den Tauchzeiten. Man muß auf das Restaurant ausweichen.
  • Kein Dresscode, nur FlipFlops.
  • Fällt der Flieger aus, wartet man 3 Tage auf den nächsten.
  • Nach zwei Tagen kennt man jeden.
  • Angeln und Surfen sollen super sein.

Für uns war es ein absoluter Traumurlaub und wir vergeben erstmals 5 Sterne für Cocos Dive und Dieter. Danke für den schönen Urlaub.

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