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Diving Palau….

vielen lieben Dank an Christian für den tollen Reisebericht:

 

Wir waren in den ersten beiden Juli-Wochen in Palau für insgesamt 10 Tauchtage. Wer von Frankfurt aus fliegt, kommt mit China Airlines mit einem Stopp aus: Frankfurt – Taipeh – Koror.

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Die 20 kg Freigepäck reichen für das Tauchequipment und ein paar T-Shirts. Da wir eh nicht viel an Land sein wollten, kamen wir damit aus. Wer es etwas luxuriöser haben will, bekommt für 50 € Aufpreis 10 kg mehr.

Die gesamte Reisezeit dauert etwa 30 Stunden. Nach 13 Stunden ruhigem Flug sind wir in Taipeh,  dort haben wir einige Stunden Aufenthalt. Etwas willenlos von der Müdigkeit sucht man den Weg raus aus klimatisierter Luft, doch den Flughafen zu verlassen ist schwerer als gedacht. Am Ende landen wir an einem Taxistand und pennen auf Asphalt – weit und breit kein Grün, aber wenigstens blauer Himmel. Als wir wieder einchecken, entdecken wir im Wartebereich die tollsten Lederliegen – ja, das wissen wir dann das nächste Mal J

Beim Weiterflug steigt das Adrenalin. Fast wolkenlos ist der Himmel und wir überfliegen die tiefgrünen Philippinen – wüssten wir nicht, wohin es geht, es wäre eine Schande, hier nicht auszusteigen. Wer eine Verbindung mit Landung in Koror vor 19 Uhr findet (ab 18 Uhr dämmerts ganzjährig), kommt in den unbeschreiblichen Genuss, Palau von oben zu bestaunen. Wie Pilze wachsen hunderte mehr oder minder kleine Inseln aus dem Wasser. Wir nähern uns vom Süden und können vom Fenster aus bereits den German Channel im Riff erkennen. Gänsehautfeeling im ganzen Flugzeug J

Am Flughafen werden wir von der Tauchbasis abgeholt. Über eine große Brücke geht es in die Stadt, wo fast alle der 20.000 Einwohner leben. Wir wohnen im Koror Guest Lodge, das von Einheimischen betrieben wird. Luxus findet man hier keinen, aber es ist alles da, was man braucht. Auch eine Küche gibt es, essen kann man auf einer Terrasse, die Schutz vor Sonne und Regen bietet. Alles einfach, aber unheimlich praktisch. Wir fanden es perfekt für unseren Zweck.

Unsere Tauchbasis war Fish `n Fins, die älteste auf Palau. Allzu familiäres Flair findet man hier nicht, die Basis gleicht eher einem großen Wirtschaftsbetrieb. Wir waren dennoch sehr zufrieden, die Guides sind immer freundlich und hilfsbereit, und das Leih-Equipment machte einen guten Eindruck.  Zu unserer großen Freude sagte man uns bereits bei der Ankunft, dass derzeit kaum etwas los sei. Und tatsächlich waren wir am Tag darauf die einzigen Taucher auf dem Boot. Mehr als 8 waren wir nie, doch zur Hochsaison stehen angeblich auch mal 30 Boote à 10-12 Tauchern an der Blue Corner. Ursprünglich wollten wir im Winter fliegen, doch vor Ort waren wir froh, schon im Sommer gekommen zu sein. Dann ist zwar Regenzeit, aber in Palau regnet es ohnehin ganzjährig 28 Tage pro Monat – allein die Niederschlagsmenge variiert, aber bei konstanten 30 Grad Luft und Wasser wird einem eh nie kalt. 🙂

Getaucht wird immer vom Boot aus, die Anfahrt zu den Tauchplätzen dauert zwischen 45 Minuten und einer Stunde. Allein das ist schon ein Erlebnis. Manchmal wird man von Delfinen begleitet, mit etwas Glück sieht man auch Pilotwale. Die Oberflächenpause verbringt man auf dem Boot oder einer nahe gelegenen Insel, wo man zu Mittag isst. Sehr entspannend.Wenn sich genügend Leute finden (4 bis 5), kann am späten Nachmittag noch ein dritter Tauchgang gemacht werden.

Insgesamt haben wir 15 verschiedene Plätze betaucht. Graue Riffhaie sind allgegenwärtig, dazu sieht man Schildkröten in schwindelerregender Anzahl. Ob große Thunfische, Barrakudaschwärme, Krokodilsfische, Napoleons, Wracks, wunderschöne Farben in den Blue Holes oder die von Korallen und Gorgonien bewachsene, bis in eine Tiefe von 300 Metern senkrecht abfallende Steilwand „Ngemelis Wall“, die Jacques Cousteau einst als die schönste der Welt bezeichnet hat – es ist wirklich alles da, was das Taucherherz begehrt. Und dann gibt es ja noch den Jellyfish Lake. Die Krönung waren zwei große Mantas am vorletzten Tag, aber auch so wäre es der schönste Urlaub unseres Lebens gewesen. Nicht nur wegen der grandiosen Natur, sondern auch aufgrund der warmen menschlichen Art der Palauer, die einem immer das Gefühl geben, willkommen zu sein.

Eine kleine Liste von Eindrücken über Land / Wasser und Leute:

  • Die Deutschen brachten für den Phospatabbau die Affen ins Land, um Mineneingänge auf giftige Gase zu untersuchen: kam der Affe wieder raus, ging man rein…; heute soll es mehr Affen als Menschen auf Palau geben
  • Während der deutschen Kolonialzeit sprengte man den German Channel ins Riff: so konnten Waren deutlich schneller nach Koror transportiert werden
  • Die Japaner befestigten die Inseln während des zweiten Weltkrieges – ein Soldat verschanzte sich über 20 Jahre im Urwald im Glauben, der Krieg dauere noch an (Assoziationen mit einem Bud Spencer Film kommen auf)
  • Rauchen tut auf Palau fast niemand, dafür kaut jeder Einheimische Betelnüsse, die in Blätter mit gelöschtem Kalk gewickelt werden; am Besten nicht auf nüchternen Magen versuchen, der Rausch verstärkt sich merklich J
  • Den besten Burger Korors gibt es laut Aussage der Lokalbevölkerung direkt neben dem Baseball-Feld: lohnt sich!
  • Chillige Musik aus Palau macht Leslie Saul Johanes – so entspannt wie seine Lieder sind auch er und seine Landsleute
  • Palau besitzt keine Industrie und kaum Landwirtschaft; angebaut wird v.a. Taro, ähnlich einer Kartoffel, die eine typische Zutat für nationale Gerichte ist

Wer Lust auf ein paar bewegte Bilder hat, findet hier kleinen Zusammenschnitt der schönsten Eindrücke unserer Reise:

http://www.youtube.com/watch?v=_-LlqsWvl_A

Christian

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